Resilienz im Berufsleben – Heldinnen des Alltages

inclusion@work und das NPO-Frauennetzwerk luden am 02.04.2019 zur Netzwerk- und Informationsveranstaltung „Resilienz im Berufsleben – Heldinnen des Alltags“ ein.

Angelika Maier – Vorstandsmitglied des NPO-Frauennetzwerkes und Teilprojektleiterin von inclusion@work – eröffnete den Abend in den Räumlichkeiten der Caritas Wien und betonte die große Bedeutung von Resilienz für geflohene Frauen im Berufsalltag.

Christine Amon-Feldmann – Gründerin von the green field, Organisationsentwicklerin und systemische Beraterin – berichtete in ihrem Impulsreferat über die geschichtlichen Hintergründe der Resilienzforschung, Handlungsoptionen für die Praxis sowie neue Zugänge und Trends wie bspw. dem Embodiment-Ansatz. Sie plädierte für ein Umdenken in der Arbeit mit Menschen: von Konkurrenz zu Kooperation, Begleitung statt Beratschlagung und motivierte dazu auch unkonventionelle Wege zu beschreiten.

Im zweiten Teil der Veranstaltung diskutierte Katharina Rußwurm – Projektkoordinatorin für inclusion@work – die Frage nach der Bedeutung des ersten selbstverdienten Geldes für geflüchtete Frauen. Sie zeichnete Schritte in die Selbständigkeit von Klientinnen nach und stellte die aktuellen Erfolge von inclusion@work dar. So betonte sie, dass bisher über 370 Unternehmen aktiv angesprochen wurden. Mit knapp 200 Unternehmen wurde ein persönliches Erstgespräch geführt und 45 Frauen mit Fluchthintergrund konnten in 24 Unternehmen vermittelt werden.

Zum Abschluss erzählte Sanela Krivic – Systemische Psychotherapeutin – Teile ihrer eigenen Fluchtgeschichte. Sie veranschaulichte auf berührende Art und Weise, dass sie selbst nach dem Ankommen mit vielen Herausforderungen und Unsicherheiten im Alltag konfrontiert war. Frau Krivic betonte wie wichtig Durchhaltevermögen für sie war und wie schwierig es für Betroffene ist auch in extremen Situationen handlungsfähig zu bleiben. Für sie waren damals ehrliches Interesse an ihrer Person überaus wertvoll, denn das nahm sie als große Wertschätzung ihrer Geschichte wahr.

Im Anschluss gab es die Möglichkeit Fragen zu stellen und der Ausklang bildete die Einladung zum moderierten Netzwerken aller Interessierten.

Wir bedanken uns bei allen Rednerinnen und Teilnehmerinnen sowie beim NPO-Frauennetzwerk die Gastgeberinnenschaft dieses kurzweiligen und inspirierenden Abends.

 

Vielen Dank auch an die Fotografin Stefanie J. Steindl für die tollen Fotos.

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